
Als Theseus entscheidet, daß Hermia entweder Demetrius heiraten oder ins Kloster gehen muß und ihr bei Mißachtung die Todesstrafe droht, flieht sie mit Lysander in den Wald. Ihre Freundin Helena (Mirjam Smejkal/ Nadine Loscher) ist in Demetrius verliebt, wird aber von ihm verschmäht. Um seine Liebe doch noch zu gewinnen, verrät sie die Flucht ihrer Freundin. Unterdessen will Theseus am herzoglichen Hof die Amazonenkönigin Hippolyta heiraten. Einige Handwerker studieren ein selbstentworfenes Theaterstück ein, das sie bei der Feier aufführen wollen. Sie haben sich zur Probe ebenfalls in den Wald zurückgezogen. Ihr Anführer Peter Squenz (Hans-Peter Bechter) verteilt die Rollen, die Proben spielen sich betont "laienhaft" ab - von den Gymnasiasten originell umgesetzt. So will der für Pyramus ausgewählte Nikolaus Zettel (Georg Treugut/Jan Wertel) auch die Rolle der Thisbe übernehmen und als Löwe "brüllen wie eine Nachtigall". Unterdessen passieren im Wald unheimliche Dinge. Es ist Mittsommernacht, die Elfen und Waldgeister treiben ihr Unwesen. Ihr Königspaar Titania (Nathalie Gorgus/Katrin Gebicke) und Oberon (Florian Binder) hat sich zerstritten. Oberon will seiner Frau einen Streich spielen: Er schickt seinen Diener Puck aus, eine Wunderblume herbeizuschaffen. Mit ihrem Saft kann man Schlafende dazu bringen, das Wesen zu lieben, das sie beim Aufwachen erblicken.

Puck (Claudia Gienger/Michaela Soyer) stiftet damit große Verwirrung: Er soll Demetrius dazu bringen, Helena zu lieben. Durch ein Versehen erwischt er jedoch Lysander, der fortan Helena liebt und Hermia verstößt. Als auch noch Demetrius als Liebhaber Helenas auftritt, ist die Verwirrung perfekt. Hermia steht plötzlich allein da und Oberons Gemahlin Titania verliebt sich in einen Esel. Höchste Zeit, daß der Elfenkönig den Spuk beendet. Am Morgen stößt eine Jagdgesellschaft des herzoglichen Hofs auf die Schlafenden, die sich über Nacht zu den zwei "richtigen" Liebespaaren gefunden haben: Demetrius erwidert Helenas Liebe und Lysander ist wieder zu seiner Hermia zurückgekehrt. Am Hof wird die Vermählung von Theseus und Hippolyta gefeiert. Hier kommt auch das lustige Theaterstück der Handwerksburschen zur Aufführung. Philostrat (Christian Hartmann), Theseus' Meister für Vergnügung, rät zwar vehement ab, doch die Gesellschaft will unbedingt das"Stück vom jungen Pyramus und seiner lieben Thisbe - sehr tragisches Vergnügen" sehen.

Mit ihrer dilettantischen Spielweise rufen die Laienspieler um Pyramus und Thisbe (Daniela Lange) bei ihren Zuschauern Heiterkeit und Mitleid hervor. Das Mühlacker Publikum wurde auch dieses Jahr nicht enttäuscht: Die Theaterspieler brachten ihre Rollen gekonnt zu einem gelungenen Ganzen ein, in dem die zahlreichen Pointen gut herausgearbeitet wurden. Die Theater-Arbeitsgemeinschaft (AG) des Theodor-Heuss-Gymnasiums besteht seit 25 Jahren. An ihrer Spitze steht seit Beginn der Wiernsheimer Pädagoge Werner Autenrieth, der lange Jahre von seinem Kollegen Harald Haasis begleitet wurde. In diesem Jahr zeichnete ein ganzes Regie- Team verantwortlich: Werner Autenrieth wurde von Abiturientin Eva Berret und den "Ehemaligen" Natascha Berghänel und Annette Luig unterstützt. Neben den bewährten Kulissenbauern verdienen auch die Kostümschneider um Monika Mazioschek ein besonderes Lob. Schulleiter Ferdinand Staiger hielt eine kurze Laudatio auf die Theater-AG und ihren bewährten Chef. Dazu zitierte er Überschriften früherer Presseberichte über bisherige Aufführungen. Neben dem Lob für die ganze "Truppe" gab es für
Jubilar Werner Autenrieth Geschenke von Elternbeirat und Theater-AG.
(Aus: "Mühlacker Tagblatt")
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